Andreas Altwein
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Andreas Altweins Blog


Renzensionen sind immer gut

geschrieben am 29. August 2013 13:48 von altwein

Vor kurzem habe ich ein Fachbuch über Meditation bei Amazon bewertet, nicht sonderlich gut, das gestehe ich.

Nun mag man mir ganz böse Tendenzen unterstellen, und vielleicht auch die Tatsache, dass ich Menschen hasse und allen die Pest und Cholera an den Hals wünsche, aber ... in Wahrheit fand ich einfach nur das Buch nicht gut.

Und nun? Dafür ist das Rezensionssystem von Amazon da, nicht nur um Sternchen und kleine Bienchen zu verteilen, sondern auch um zu sagen, dass man etwas nicht gut findet und warum man es nicht gut findet - schließlich sind wir hier nicht bei F**EBOOK, wo man nur "liken", nicht aber "disliken" kann.

Tja, es dauert keine zwei Tage, schon steht ein Kommentar zu meiner Rezension drin: Kommentar bei Amazon

Da stellt sich nun die Frage, warum jemand so aggressiv und persönlich wird, nur weil man ein Buch nicht gut findet? Da wird einem unterstellt, man will andere Leute fertig machen (dabei habe ich einfach nur geschrieben, ich finde das Buch schlecht), da werden komische Querverbindungen zu meiner Webseite gesucht, auf der ich ja schreibe, dass kostenlose Lektüre nicht zu würdigen gewusst wird (warum auch immer dieser Querverweis kommt), und da wird mir professionelle Hilfe angeraten.

Und das alles in Bezug zu einem Buch über Meditation - das soll ja ruhiger und gelassener machen :-) Scheint wohl wirklich nicht bei jedem zu funktionieren.

Tja, was nun? Es gibt zwei Möglichkeiten:

a) Die Rezension rückgängig machen und das Buch in dne Himmel loben, so dass es möglichst viele Menschen kaufen und enttäuscht sind

b) gar nicht drauf eingehen

c) Kontra geben

Hmm ... seht ihr - hätte das Buch bei mir seine volle Wirkung entfaltet, dann wäre ich so gelassen, dass ich gar nicht drauf eingehen würde ... (und all das schreibe ich übrigens mit einem Augenzwinkern)...


Softwareentwicklung ist langweilig

geschrieben am 17. August 2013 7:59 von altwein
aktualisiert am 17. August 2013 8:01

Angeregt durch einen Blogbeitrag (http://www.hallo-user.de/item/27), habe ich mir auch mal so meine Gedanken gemacht, ob Softwareentwicklung mittlerweile eintönig und langweilig ist.

Ich programmiere nun seit fast 20 Jahren, angefangen mit Basic auf einem Commodore 128, über C, C++, 80x86 Assembler bis hin zu Java. Seit gute 10 Jahren mache ich das ganze auch beruflich.

Hmm ... also ehrlich? Ja, der Reiz ist weg!

Was ich in meiner Jugend noch gemacht habe, war: Experimentieren, Hacken (im guten Sinne, nicht im Negativen), neue Wege finden. Heute sind meine Sprachkenntnisse im Bereich C/C++ und Assembler völlig eingerostet. Entwickelt wird für unseren Kunden nur noch im Java-Bereich.

Nun ja, auch Java kann spannend sein.

Kann!

Muss aber nicht, wenn der Inhalt der Anwendungen immer gleich ist: Daten aus einer Datenbank holen, darstellen, durch den Benutzer ändern lassen und wieder in die Datenbank schreiben.

Das, was die Softwareentwicklung für mich mal ausgemacht hat, nämlich die Findung und Implementierung komplexer Algorithmen, wird kaum noch gebraucht, sieht man von solchen Sparten wie Grafikprogrammierung mal ab.

Dennoch entwickelt sich die Softwarebranche permanent weiter. Jedes Wochenende kommen neue Java-Frameworks auf den Markt, die zwar kaum einer mehr in ihrer Kompelxität versteht, sondern die einfach nur noch bedient werden. Nun gut, jetzt gibt es das relativ neue "Android-Segment", aber mal ganz ehrlich: welche sinnvollen(!) Apps sollte man denn noch für ein Handy entwickeln?

Auch auf diesem Sektor strömen täglich neue Apps in den Google-App-Store. Ich beobachte die Szene und stelle fest, dass nahezu 100 Prozent der neu auf den Markt kommenden Apps völlig überflüssig und schlecht sind.

Gerade hier findet man wieder viele Anfänger-Apps, die kaum komplexer sind als die ersten Basic-Prorgramme, die ich vor 20 Jahren geschrieben habe, aber der Hype zählt: wow ... ich habe eine App selber geschrieben...

Es gibt sicherlich noch Bereiche, in denen die Softwareentwicklung wirklich spannend ist - sprich: in der Forschung mit höheren mathematischen Anforderungen als die Wirtschaft sie stellt, so zum Beispiel im Bereich theoretische Kernphysik, medizinische Bildverarbeitung, ... aber ... das sind eben auch Nischenbereiche, mit denen man sich "nebenbei" kaum beschäftigen kann.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Softwareentwicklung im Wirtschaftsbereich weiter entwickelt ... aus meiner derzeitigen Sicht wird sie gerade eher zurückgefahren. Es wird nicht nur keine innovative und kreative Software mehr entwickelt, es wird auch keine gefordert (von den Wirtschaftsunternehmen).

Die Frage ist: wie ändern wir das als Informatiker, anstatt in eine Rolle zu verfallen, die uns von BWLern aufgedrückt wird: der überfliegende Consultant in Anzug und Krawatte, der im schicken Sportwagen vorfährt, anstatt der langhaarige, pizzaessende Informatiker, der noch mit Liebe und Detailverliebtheit ans Werk geht und experimentiert, erfindet und Freude an der Softwareentwicklung hat?


Gesunder oder weniger schädlich?

geschrieben am 29. März 2013 7:44 von altwein
aktualisiert am 29. März 2013 7:45

Überall gibt es Interessengruppen, die ihre Interessen durch gezielte Ausdrucksweise untertsützen möchten. So zum Beispiel die sogenannten "Dampfer" (zu denen ich mich übrigens auch zähle - also Vorsicht mit Vorverurteilungen, ich sei dagegen!).

Dampfen? Was ist das? Es handelt sich dabei um ein elektrisches Gerät, das eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft, welche der Benutzer dann einatmet. Im Grunde genommen entspricht es der Aufnahme von Nikotin beim Rauchen.

Nun hat Rauche bekanntlicherweise eine sehr schädigende Wirkung. Über 4000 Verbrennungsprodukte, viele davon krebsfördernd, inhaliert der Raucher. Beim Dampf dahngegen fallen zumindest die Verbrennungsprodukte weg. Der Dampfer nimmt zwar dennoch Nikotin zu sich, aber eben keine Verbrennungsprodukte.

Und nun liest man in vielen Dampfer-Foren immer wieder davon, dass Dampfen ja gesünder als Rauchen sei, oder sogar allgemein "gesund"!?

Sorry? Ein Mensch zieht sich einen Dampf mit einem starken Nervengift in die Lungen und propagiert das als gesund? Das kann ja wohl nicht sein! Gesünder als als Rauchen? Nehmen wir das Wort doch mal auseinander: Gesünder ist eine Steigerung von "gesund". Wenn die E-Zigarette also gesünder ist, dann impliziert das, dass die normale Zigarette gesund ist! Ebenfalls eine sehr zweifelhafte Aussage.

Fakt ist, die normale Zigarette ist schädlich, nämlich aufgrund ihrer Verbrennungsprodukte und wegen des enthaltenen Nikotins. Das Dampfen ist ebenfalls schädlich, hier zwar nur wegen des Nikotins, aber dennoch:schädlich. Folgerichtig müsste es also heißen: Die E-Zigarette ist weniger schädlich als die normale Zigarette? Okay?

Und nun zum Abschluss noch ein kleines Zitat aus einem Forum, in dem der Autor (vebills) auf meiner Seite steht: "Eine Atombombe kann einem bekanntlich den ganzen Tag versauen. Ist eine Stange Dynamit, die in meiner Hand explodiert, jetzt "gesünder" oder nur "weniger schädlich" für mich? Mein "Wohlbefinden" wird dadurch jedenfalls auch nicht unbedingt gesteigert..."

So, just my 50 cent .. und nun: frohe Ostern und spannendes Ostereiersuchen im Schnee.


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